Wir waren mal wieder unterwegs.
Eine Stadt, die wir auf jeden Fall sehen wollten, war Tokio. Der Plan, den wir ursprünglich hatten, war Tokio im Zuge der Teilnahme am Tokio Marathon zu bereisen. Da wir aber kein Glück bei der Verlosung hatten, haben wir entschieden die Stadt ohne eine sportliche Aktivität anzuschauen.
Im Vorfeld haben wir uns wie immer ein paar YouTube Videos angeschaut und den ein oder anderen Bericht online gelesen. Nach unserer ersten Recherche waren wir doch etwas überfordert. Es gibt so viele Stadtteile und jeder ist anders.
Leider hatten wir in diesem Urlaub kein Glück mit dem Wetter. Es hat fast die ganze Zeit geregnet. Wir machten aber das Beste daraus.
Am 30. Mai landeten wir gegen 15 Uhr am Haneda Airport. Dies ist der Flughafen der näher am Stadtzentrum liegt. Von hier nahmen wir die U-Bahn in die Stadt. Was uns sofort aufgefallen war, ist die Tatsache, dass es im Zug sehr leiser war. Keine lauten Gespräche, keine Telefonate. Sehr erholsam und dass, obwohl die Bahn sehr voll war. Unser erster Stopp war unser Hotel Zimmer. Dieses Mal haben wir kein Zimmer der Marriott Gruppe gebucht, sondern sind in ein APA-Hotel gegangen, da diese viel günstiger sind. Wir haben nur circa 25% von dem was ein Marriott Zimmer gekostet hätte, gezahlt. Zugegeben, das Zimmer war sehr klein – normalerweise ist unser Bad größer als dieses Mal das ganze Zimmer. Wir wollten hier aber nur schlafen und so war es uns egal. Das Frühstück war gut und die Nächte erholsam. Die Sanitäranlagen zwar eng, aber alles sauber und ordentlich.

Den ersten Ausflug machten wir zum Hibiya Park. Ein kleiner schöner Park, der gerade für ein Festival vorbereitet wurde. Unser erstes Stadtviertel war anschließend Ginza. Ginza ist das Luxusviertel in Tokio. Hier findet man alle großen Luxuslabels. Mein Ziel war es ein paar neue Schuhe zu kaufen von der japanischen Firma Onitsuka Tiger. Wir haben zwar gesucht, aber am Ende waren die Läden überfüllt und der Bedarf doch nicht so groß. Dafür hat Julia ein paar Tage später einen Großeinkauf bei Asics gemacht. Hier haben wir zum ersten Mal gesehen, dass ein Sportgeschäft gegen eine geringe Gebühr Sportschuhe sowie Sportkleidung ausleiht.
Am nächsten Tag wollten wir mit einem Highlight starten. Die weltberühmte Kreuzung in Shibuya. Leider hat es immer noch geregnet und dieses Mal richtig stark. So konnten wir die Kreuzung mit ganz vielen Regenschirmen von oben aus dem Starbucks bewundern.
Im gleichen Gebäude hatte gerade ein Popup Store seine Zelte aufgeschlagen und zwar das von Star Wars. Das durften wir nicht verpassen. Wir schlenderten anschließend durch die Straßen und Gassen Shibuyas und schauten in den ein oder anderen Laden rein. Don Quijote war ein Highlight. Ein 24/7 Laden der viele verschiedene Dinge über 10 Stockwerke verkauft. Zum Beispiel KitKat in verschiedensten Geschmacksrichtungen die ich vorher nie gesehen habe. Wahnsinn. Die Aufteilung der Toiletten war auch spannend. Aber seht selbst.

Mein Highlight des Shoppens war der Besuch des Rapha Stores, eine Marke für Fahrradkleidung.
Für den Abend hatten wir Tickets für eine japanische Tanzperformance. Diese war richtig schön und sehr bunt.
Von hier aus gingen wir in ein rein veganes Restaurant und anschließend zu Senso-Ji Tempel. Dieser war sehr beeindruckend. Allerdings auch wieder überfüllt mit Touristen. Als ich mit einem in traditionelle Kleidung gekleidetem Pärchen ein Bild machen wollte, stellte es sich heraus, dass diese aus China waren. Daraufhin achteten wir etwas mehr auf das Gesprochene und stellten fest, dass ein großer Teil der Anwesenden aus China stammte.

Auf dem Rückweg vom Tempel zum Hotel fiel mir auf, dass wir nicht weit weg von einem Hard Rock Café sind und so machten wir noch einen Abstecher dort hin. Allerdings sind wir eine Station zu spät aus der U-Bahn ausgestiegen und mussten 800m zurücklaufen. Diese 800m waren aber so voll und laut, dass wir Mühe hatten uns durchzukämpfen. Es war eine „Fressmeile“, die wir so noch nicht gesehen hatten.
Am 1. Juni hatten wir endlich etwas Sonne und haben Ginza nochmal bei Sonnenschein angeschaut. Gleich viel schöner. Zum Mittagessen gingen wir dann in den Bahnhof und mussten ein Fahrticket lösen, damit wir zum Restaurant gelangen konnten. Es hat sich aber gelohnt. Der beste Ramen den ich je gegessen habe!
Danach ging es wieder nach Shibuya in die Takeshita Street. Dieses Gebiet ist für Cosplay bekannt. Wir haben viele verschiedene Kostüme und verkleidete Menschen gesehen. Gegen Abend hat es wieder geregnet und alle Leute eilten zur Bahnstation. Spätestens jetzt wissen wir, was eine volle Bahn ist. Der Tag war aber noch nicht rum. Wir wollten noch den Godzilla sehen der von einem Haus schaut. Auf dem Weg dorthin gingen wir durch die Piss-Ally, die ebenfalls auf der Must-to-do Liste stand.

Zum Abendessen wollten wir in einem kleinen in unserer App als eines der bestens bewerteten Restaurants in Tokio zu Abend essen. An diesem Abend gab es ein Live-Auftritt weshalb alle Tische bereits reserviert waren. Wir ergatterten noch die letzten zwei Plätze an der Bar. Ich habe zwar nichts verstanden, aber die Musik war trotzdem sehr schön und wir wurden kulinarisch verwöhnt. Ein wunderschöner letzter Abend in Tokio.
Am letzten Tag wollte ich noch in den Stadtteil, in den man Küchenzubehör kaufen kann – mein Ziel war ein handgeschmiedetes Küchenmesser. Ich wurde fündig!
Von hier aus ging es dann direkt zum Flughafen und ein weiterer Kurztrip ging zu Ende.
Ich kann Tokio sehr empfehlen! Nach Singapur meine zweitliebste Großstadt.
bo