Triathlosupport in Taiwan

Kaum eine Woche nach der Teilnahme beim T100 in Singapur, befand ich mich mit einer Freundin auf dem Weg nach Taiwan, genau genommen auf die Insel Penghu. Dort sollte eine Ironman Veranstaltung stattfinden, bei dem die besagte Freundin teilnehmen wollte. Meine Aufgabe war es sie dabei zu begleiten und zu unterstützen – ich schlüpfte also wieder in meine Rolle als Triathlonsupport.

Am Freitag Morgen trafen wir uns am Pekinger Flughafen und nahmen den Flug nach Taipeh. Nach einem Wechsel des Flughafens in Taipeh ging es mit einer etwas kleineren Maschine auf die Insel. Auf dem Flughafen wimmelte es nur so von Triathleten und Fahrradkoffern. Wie immer trugen sie alle ihre Finisher Shirts. Hier bot sich die richtige Kulisse. Wo sonst als bei so einer Veranstaltung werden die zur Schau getragenen Erfolge gebührend gewürdigt.

In unserem Hotel waren wenig Triathleten, weshalb wir erst am Samstag Morgen so richtig in die Triathlon Atmosphäre eintauchten.

Bereits kurz nach unserer Ankunft in Taiwan wurde für Peking eine Unwetterwarnung herausgegeben. Ein schwerer Sturm kam auf Peking zu und die Stadt verfiel kurz in Schockstarre. Glücklicherweise fegte der Sturm eher mild als befürchtet durch die Stadt.

Er setzte jedoch seinen Weg fort Richtung Süden und erreichte am Samstag Abend die Insel. Es stürmte und tobte. Die Nacht auf den Sonntag und damit vor dem Wettkampf war wenig erholsam, denn das Unbehagen über die Wetterbedingungen hing wortwörtlich in der Luft.

Am Sonntag Morgen fegten immer noch heftige Windböen über die Insel. Zu unserer Überraschung waren die anderen Teilnehmer über das wellige Meer weniger besorgt. Zu unserer Erleichterung wurde das Schwimmen wegen den schlechten Wetterverhältnissen gekürzt. Aber auch draußen auf dem Rad, war es aus meiner Perspektive kein Spaß, den es erforderte volle Konzentration.

„Meine“ Triathletin absolvierte souverän ihren Wettkampf.

Am Montag ging es für mich bereits um 12 Uhr wieder zurück nach Taipeh. Ich hatte weniger als 24 Stunden um die Hauptstadt zu erkunden und zog sofort nach meiner Ankunft los. Auch wenn ich am Vortag bereits über 22.000 Schritte gelaufen war, wollte ich zu einem Aussichtspunkt wandern um einen Blick über Taipeh zu haben.

In wenigen Stunden kam ich vorbei am Taipei Municipal Stadium, spazierte durch den Zhongshan Park, Xiangshan Park und wanderte auf den Elephant Mountain.

Beim Wandern verlor ich mein Brillenetui mit meiner Brille. Worauf ich mich die nächsten verbleibenden Stunden in Taipeh weiterhin meiner Sonnenbrille bedienen musste. Man trifft wenig Menschen die bei Dunkelheit noch mit Sonnenbrille durch die Gassen schlendern oder diese im Flugzeug tragen. Ich war unfreiwillig cool.

Am Abend ging es noch in den 101 Taipeh Turm. Die Aussicht als solche war weniger beeindruckend, als der Besuch der Kugel die zwischen dem 87. und 92. Stockwerk hängt und bei einem Erdbeben oder Unwetter die Schwingung des Gebäudes abfängt. Faszinierend. Trotzdem möchte ich keinem dieser Ereignisse in dieser schwindelerregender Höhe beiwohnen.

Was mir an Taipeh gefallen hat, sind die kleinen alternativen Gassen mit verschiedenen sehr schönen Kaffees oder Restaurants, die eine wunderschöne Atmosphäre zaubern.

Wir genossen noch den Abend und ein leckeres Frühstück in der Stadt, bevor es wieder zurück nach Peking ging.

Eine weitere Stadt auf meiner Liste: Check.

ju

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