Wie bereits geschrieben, kommen wir Ende August wieder zurück nach Deutschland. Damit das neue Leben an alter Wirkungsstätte nicht allzu stressig wird, haben wir beschlossen bereits einmal vor der Ausreise nach Deutschland zu kommen und einige vorbereitende Maßnahmen zu treffen. Der 1. Mai – Feiertag ergab sich als ideale Gelegenheit für drei Tage Deutschland zu besuchen.
Da der Wohnungsmarkt aktuell etwas kritisch ist, haben wir bereits im Januar mit der Wohnungssuche begonnen. Mein Wunsch war eine Altstadtwohnung in Stuttgart, Tübingen oder Herrenberg. Nach nur zwei Wochen Suche hatte Julia eine sehr schöne Wohnung in Herrenberg gefunden. Wir kontaktierten den Vermieter und bekamen relativ schnell eine Antwort und machten mit dem Vermieter einen Besichtigungstermin aus, den meine Eltern wahrgenommen haben. Mit zusätzlichen Bildern und dem Eindruck der Eltern entschieden wir die Wohnung anzumieten. Somit sind wir bereits seit Frühling 2025 Mieter einer Wohnung in Herrenberg.

So viel zu dem Geschehen im Vorfeld.
Am 1. Mai kurz nach Mitternacht flogen wir von Peking über Istanbul nach Stuttgart. Der Flug mit der „Turkish Airlines“ war sehr gut. Die Lounge in Istanbul ist riesig und die Auswahl an Getränken und Speisen hervorragend. Leider war die Lounge wegen des Feiertages sehr voll.
Nach 15 Stunden Reisezeit hatten wir den Flughafen Stuttgart erreicht. Meine Eltern trafen uns auf dem Flughafen um uns mit unseren sieben Sachen zu helfen. Tatsächlich hatten wir zwei Koffer mit jeweils 30 kg, einen Fahrradkoffer, einen weiteren Koffer mit 20 kg und zwei weitere Handgepäckstücke zusätzlich zu unseren Rucksäcken. Wie ihr lesen könnt waren wir voll beladen und freuten uns über die Hilfe. Gemeinsam fuhren wir mit der S-Bahn nach Herrenberg. Vom Bahnhof Herrenberg bis zu unserer neuen Wohnung sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. Gegen 12:00 Uhr standen wir dann das erste Mal vor unserer neuen Wohnung.

Die Wohnung ist sehr schön. Nur das Wohnzimmer ist etwas klein. Das entsprach aber dem Eindruck den die Eltern bereits hatten und den Bildern die wir gesehen haben. Aber da wir kein klassisches Wohnzimmer haben wollen, passt das sehr gut für uns. Wir stellten unser Gepäck in die Wohnung und fuhren dann zu meinen Eltern wo wir mit einem leckerem schwäbischen Mittagessen – Maultaschen mit Kartoffelsalat – verwöhnt wurden. Am Nachmittag machten wir noch mal einen Ausflug in die Wohnung um sich etwas genauer umzuschauen. Am Abend fielen wir übermüdet ins Bett, denn wir waren zwischenzeitlich seit 44 Stunden auf den Beinen.
Am Freitagmorgen ging es früh los. Nach einem ausgiebigem Frühstück ging es zur Autovermietung. Während Julia den Transporter abholte, fuhr ich mit meiner Mama weiter zum IKEA. Julia hatte bereits alle Möbel im Vorfeld bestellt und so mussten wir diese nur noch bei click & collect abholen. Wir warteten noch 15 Minuten, bis der Markt aufgemacht hat und kurze Zeit später kam auch Julia mit dem Sprinter an. Die Kartons wurden schnell eingeladen und schon ging es nach Herrenberg.
Die Möbel waren sehr schnell ausgeladen und wir hatten sogar noch Zeit, die ersten Möbel aufzubauen, bevor wir dann wieder nach Gärtringen zum Mittagessen fuhren.
Am Freitagnachmittag ging es für Julia und mich nach Nagold zu Architare. Hier suchten wir uns Möbel für Wohnzimmer und Esszimmer aus. Die Zeit verflog viel zu schnell und wir hatten leider nicht genügend Zeit, um alles auszusuchen. Gegen 16:00 Uhr mussten wir wieder nach Gärtringen fahren, da Julias Verwandtschaft in Trossingen auf sie wartete. Nach Julias ankommen wurden ruckzuck alle, vor über zweieinhalb Jahren eingelagerten Dinge, in den Sprinter geladen.

Julia konnte mit ihrer Mama, ihren Schwestern, Nichten und Neffen noch ein paar lustige Stunden verbringen.
Am nächsten Morgen ging es ebenfalls bereits früh wieder in die Wohnung, wo die restlichen Möbel aufgebaut wurden. Gegen 9 Uhr kam Julia und ihre Verwandtschaft mit vollem Sprinter an.
Durch die große Anzahl an Helfern ging das Ausladen sehr schnell und wir waren gegen 10:00 Uhr bereits fertig. Da wir so schnell waren, beschlossen wir nochmal zu IKEA zu fahren und noch ein paar Möbel zu kaufen. Es fehlten noch ein paar Schubladen und Bretter. Ein Teil der Helfer verabschiedete sich, während der andere mit zum Ikea fuhr.
Mein Papa und ich blieben in der Wohnung und bauten die Möbel auf, die aus Trossingen ankamen. Als dann der IKEA Trupp wieder da war, wurde schnell zu Mittag gegessen. Anschließend musste noch der Sprinter weggebracht werden.
Am Samstagabend waren alle Möbel aufgebaut.
Nach einem guten Frühstück ging es am Sonntag ein letztes Mal in die Wohnung. Wir räumten die Kisten aus, damit die bestellten Möbel die während unserer Abwesenheit geliefert werden, aufgebaut werden können.
Am Sonntagnachmittag gegen 15:00 Uhr mussten wir zum Bahnhof. Mit der S-Bahn sind wir zum Flughafen Stuttgart gefahren und anschließend von Stuttgart über Istanbul nach Peking geflogen. Leider hatte der Anschlussflug in Istanbul eine Verspätung. So mussten wir in Istanbul viereinhalb Stunden auf den Weiterflug warten.
In Summe war es ein erfolgreicher Kurztripp. Insbesondere deswegen, weil wir mal wieder die volle Unterstützung der Familie hatten. Ohne diese hätten wir es nicht geschafft. Bereits im Vorfeld wurde viel organisiert und ins Detail geplant, um möglichst viel in der Kürze der Zeit zu schaffen. Wir wurden bekocht, beherbergt, beraten und begleitet. Ein riesiges Dankeschön auch an dieser Stelle an alle die uns bei unseren Abenteuern immer wieder unterstützend zur Seite stehen. Umso schöner war es, dass wir nicht nur viel geschafft haben, sondern auch etwas Quality Time mit der Familie hatten.
bo