Am Ende des Roadtrips von Melbourne nach Sydney standen uns noch ein paar Tage in Sydney bevor.
Nach der Abgabe des Campers fuhren wir mit einem Uber zum Hotel. Den letzten Tag unseres Trips mit dem Camper gestalteten wir bewusst kürzer, um Zeit zu haben sich in der Stadt zu orientieren, denn schließlich stand Silvester und das weltberühmte Sydney Feuerwerk bevor.
Nach der Ankunft im Hotel bezogen wir unser Zimmer und nahmen erst mal eine schnelle Dusche bevor wir zum Mittagessen gegangen sind. Die Freude auf das Bad könnt ihr euch sicher gut vorstellen.
Leider hatten wir das gleiche Problem wie wenige Wochen später in Vietnam. Viele Restaurants hatten geschlossen. Die Suche nach einem veganem Restaurant gestaltete sich daher etwas langwieriger als gedacht. Dabei ist die übliche Auswahl wirklich groß.
Auf dem Rückweg gab es eine große Portion Eis und Churros bevor wir uns das unweit gelegene Universitätsgelände anschauten. Ein riesiges Gelände bestehend aus Gebäuden verschiedener Bauepochen. Sehr beeindruckend.

Der Tag war noch nicht zu Ende. Es ging mit dem Uber direkt weiter zum Opern Haus, dem Wahrzeichen von Sydney. Im Hafen stoßen wir auf ein Kreuzfahrtschiff. Leider waren alle Führungen im Opernhaus bereits weit in Voraus ausgebucht, weshalb wir uns nur in der Eingangshalle und draußen auf dem Gelände umgeschaut haben. Die Stadt quellte über vor Touristen.

Zurück ging es durch den botanischen Garten und an vielen weiteren Gebäuden im viktorianischem Still in die Innenstadt, zum Abendessen zum Jimmy’s Falafel. Wir schlenderten noch weiter durch die Stadt und genossen den Abend bei sehr angenehmen Temperaturen. Satt und sehr erschöpft fielen wir am Abend in das große weiche Bett. Was für eine Wohltat, insbesondere für meinen Rücken, der glücklicherweise erst am letzten Tag die Konsequenz aus den langen Autofahrten und schlechter Matratze, in Form von Rückenschmerzen, zog.
Am zweiten Tag ließen wir uns nach einem ausgiebigem Frühstück durch die Stadt auf der Suche nach einem guten Spot für das Feuerwerk treiben. Dabei wurden wir Zeugen wie die Polizei ein Verkehrshütchen vom Kopf der Queen Victoria Statue holte. Ein Schauspiel, das einige Schaulustige versammelte. Die Polizei erntete nach einem erfolgreichem Einsatz, Beifall. Eine insgesamt sehr gelassene Situation. Vielleicht erlaubt sich der gleiche Scherzkeks den Spaß immer wieder aufs Neue.

Wir haben uns im Vorfeld, leider jedoch nicht früh genug, zum Thema Feuerwerk und optimaler Aussichtspunkt informiert und waren etwas schockiert. Vielleicht hätten wir uns mit diesen Infos gegen Silvester in Sydney entschieden. Aber der ursprüngliche Gedanke in einer Metropole mit einem Feuerwerk der Superlative ins neue Jahr zu starten, hörte sich einfach gigantisch an. So ähnlich wie das Zelten zu Zweit im Wald romantischer klingt, als es, zumindest in meinen Augen, ist. Ich erinnere an Jungle Glamping im Sommer auf Bali.
Jedenfalls entschieden wir, weder einen vierstelligen Betrag für einen sechsstündigen Aufenthalt auf einem Boot zu bezahlen, noch bereits um sechs Uhr morgens einen Platz auf einer der Wiesen zu ergattern um dort den ganzen Tag auszuharren. Respekt an alle die das auf sich nehmen, aber wir wollten mit der Zeit etwas anderes anfangen. Witzigerweise erzählten uns die Einheimischen, dass sie nie zum Feuerwerk gehen, weil die Stadt an diesen Tagen wegen der Touristen aus den Nähten platzt. Sie schauen es sich im Fernsehen an.
Am Ende landeten wir in Darling Harbor und schauten uns von dort aus das Feuerwerk an. Es war beeindruckend. Die Organisation war wirklich sehr gut. Die ganzen Menschenmengen wurden dermaßen kontrolliert und sicher bewegt. Respekt.
Den ersten Tag des neuen Jahres startet wir mit einem Strandbesuch am berühmten Bondi Beach. Es war im Gegensatz zum Coogee Beach nicht zu überlaufen und sehr schön. Dabei wird es in der Regel eher andersrum beschrieben. Die Sonne knallte gnadenlos und Boris und die Kinder holten sich einen Sonnenbrand. Eins habe ich nach über zwei Jahren China gelernt: Eincremen und anziehen. In der Sonne liegen ist nicht. Widerspricht vollkommen der Deutschen Mentalität. Ich weiß. Aber das ist einer der Gründe warum viele asiatische Frauen wesentlich jünger aussehen und es sehr schwer ist ihr Alter zu schätzen.

Für den zweiten Januar entschieden wir eine Walking Tour durch Sydney zu machen. Es war wirklich spannend und wir kamen nicht nur an den ganzen Sehenswürdigkeiten wie der Harbour Bridge, dem Rathaus, dem Hyde Park, dem ersten Krankenhaus und diversen Statuen sondern auch zu den Rocks und auch zu der Gasse mit den Vogelkäfigen. Diese spielen die aus der Stadt verschwundenen Vogelstimmen ab. Wir hörten viele spannende und interessante Geschichten zur städtebaulichen Entwicklung und Menschen in Sydney. Unser Guide war richtig cool. Er gestaltete die Führung mit vielen Kommentaren und Rätseln spannend und witzig. Wir genossen die Tour und können es wirklich empfehlen.
Am dritten Januar und unserem vorletzten Tag machten wir einen Ausflug zum Luna Park. Von dort aus ging es über die Harbour bridge zurück. Den Rest des Tages verbrachten wir mit schlendern und shoppen in den Einkaufsmalls.

Bevor es am folgenden Tag am Abend zum Flughafen ging, besorgten wir noch die letzten Mitbringsel und genossen einfach die Zeit.
Schon waren 13 Tage unserer Australienreise vergangen. Es war eine wunderschöne Reise die wir sehr genossen haben. Wir haben wirklich sehr viel gesehen und erlebt.
Australien, ich weiß es ist sehr weit gefasst, gehört für mich zu einem der schönsten Reisezielen. Vielleicht liegt es auch an unserem Hunger nach Westen. Ich weiß es nicht.
ju