Nach fast zwei Jahren leben in China war es soweit! Der erste Besuch aus Deutschland hatte sich im Januar 2024 angekündigt. Am 19. Juli sind dann Noreia, Joshua und meine Eltern in Peking angekommen.
Julia und ich hatten für die Tage in Peking alles im Vorfeld akribisch geplant. Die Tage waren durchgetaktet. Besuch von Shopping Malls, Restaurants und Ausflüge standen fest.
So ist Julia am Tag der Ankunft direkt mit Noreia, Joshua und meiner Mama zum Brillen Frank gegangen. So heißt der Laden natürlich nicht. Aber da wir einen Händler für Medien und einen für Brillen haben, die beide Frank heißen, wurde der Brillenhändler zum Brillen Frank getauft. Ihr könnt euch schon denken wie der andere von uns genannt wird. Beim Brillen Frank wurden Brillen bestellt, damit diese noch vor dem eigentlichen Urlaub fertig sind.
Die Tage in Peking waren alle relativ gleich getaktet. Das Frühstück gab es zu Hause und die restliche Mahlzeiten unterwegs. So haben wir die Zeit in der Küche sinnvoller genutzt. Außerdem müssen wir gestehen, dass wir keine Töpfe haben in denen wir für 8 Leute kochen können.
Währen des Aufenthalts in Peking hatte unser Besuch, wie schon erwähnt, ein straffes Programm. Nur für die ersten Tage haben wir unseren gejetlegten Gästen noch eine Durchschnaufpause gegönnt und nur den Park und die kleine Mall in unmittelbarer Nähe aufgesucht. Damit sie sich so langsam an die Menschenmengen und das Essen gewöhnen.
Dabei haben wir bereits am ersten Abend gemeinsam an einer größeren Feier teilgenommen inkl. einer Karaoke Show bei der aber niemand von uns Teilgenommen hat. Am nächsten Tag erkundeten wir das Olympia Stadion bei Nacht.

Spätestens am dritten Tag tauchten wir so richtig in die chinesische Kultur ein und machten eine Tour durch die Hutongs. Zugegeben es war ein sehr touristischer Teil der Hutongs, der aber auch gesehen werden muss. Hier schlugen wir uns den Bauch mit diversen Leckereien voll.

Am vierten Tag musste ich arbeiten und Julia machte mit unserem Besuch eine shopping Tour im Pearl Market, auf dem wie auf einem türkischen Basar gehandelt werden kann. Es ist hier in China ansonsten in Läden nicht üblich, dass man Preise runter handeln kann oder sich ein weiteres Geschenk bei größeren Käufen aushandeln kann. Julia war im Vorfeld schon mit einer Freundin in Pearl Market um sich die Kunst des Handelns beibringen zu lassen bzw. die Preise zu checken. Das ist nämlich absolut nicht ihre Königsdisziplin. Dort aßen sie in einem Schnellimbiss zum ersten Mal chinesische Dumplings.
Am Abend tauchten wir dann in die Moderne der Stadt – in das Central Business District. Wie der Name es schon vermuten lässt, stehen hier lauter Wolkenkratzer.

Für den folgenden Tag buchten wir uns einen kleinen Van mit Fahrer der uns zu der chinesischen Mauer am Lakeside Great Wall fuhr. Hier durften dann alle unter der gleißenden Sonne ihre Fitness unter Beweis stellen. Es ging Treppen rauf und runter. Zum Abschluss gab es zur Entspannung eine kleine Bootstour bevor der Bus die müden Geister wieder in die Stadt fuhr.

Und weil wir noch nicht genug von der chinesischen Kultur hatten, ging es am vorletzten Tag vor der Abreise in die verbotene Stadt. Dabei sind wir mit unserem Besuch das erste Mal U-Bahn in Peking gefahren. Wenn man in Deutschland der Meinung ist, die U-Bahn ist voll und die Menschen stehen mir zu nah, dann ist es hier oft erst halb voll. Manchmal muss man sich in der U-Bahn gar nicht festhalten, denn wie in einer Sardinendose ist da kein Platz zum umfallen.
Ich habe mir die verbotene Stadt bisher aufgespart, weil ich mit unserem Besuch das erste Mal hierher gehen wollte. Julia hat diesen Ort, wie viele andere Orte im Vorfeld ausgekundschaftet und hat uns dann das, was ihr noch in der Erinnerung, von der Führung die sie hier gemacht hat, geblieben ist, erzählt.

Der vorerst letzten Tag in Peking verbrachten wir mit shoppen und Kofferpacken.
Wie es weiter ging, könnt ihr im nächsten Blogbeitrag lesen.
bo