Am 26. Dezember ist Julia mit Sarah und Bianca nach Deutschland geflogen um ein paar schöne Tage mit Freunden und der Familie zu verbringen. Ich musste leider arbeiten und konnte nicht mitfliegen. Zumindest war das der Plan. Am 25. Dezember hat mein Arbeitgeber mitgeteilt, dass in der ersten Woche im neuen Jahr das Werk geschlossen wird.
Wie sollte ich mit der Situation umgehen? Erst war ich ziemlich frustriert, dass ich nicht mit nach Deutschland gehen konnte. Mein Freund Ibrahim, der das Schicksal mit mir teilte, schlug vor, für ein paar Tage gemeinsam in die Wärme zu fliegen und dort die ersten Kilometer im neuen Jahr auf unseren Rennrädern zu fahren.

Gesagt – getan. Ich schaute nach Flügen und einem Hotel. Wenige Minuten später war das Trainingslager in Sanya gebucht.
Sanya ist eine Stadt ganz im Süden von China auf der Insel Hainan. Im Sommer ist es hier sehr heiß. Aber jetzt im Januar waren die Temperaturen mit morgens 22 Grad und Höchstwerten um die 30 Grad, nahezu ideal zum Radfahren.
Wir hatten ein Hotel direkt in Sanya am Strand gebucht.
Am Neujahr sind wir morgens um 4 Uhr zum Flughafen aufgebrochen und waren bereits um 11 Uhr in Sanya. Der Flug dauerte fast 4 Stunden. In Sanya angekommen haben wir unsere Räder und das restliche Gepäck in Empfang genommen. Ich habe mich noch am Flughafen ungezogen, da es doch 35 Grad wärmer als in Beijing war.

Mit einem Taxi ging es zum Hotel. Schnell wurde das Zimmer bezogen und die Räder aufgebaut und dann ging es schon los auf die erste Tour. Nach der Tour haben wir die Gegend etwas erkundet und eine “Fressgasse” gefunden, in der wir an diesem Abend und auch fast an allen anderen Abenden gegessen haben.
Die nächsten Tage waren immer gleich. Morgens kurz vor 7 Uhr aufstehen, runter zum Frühstück, hoch ins Zimmer, fertig machen und dann rauf auf Black Beauty (Ibrahims Rad) und die schöne Griechin (mein Rad). Nach vier bis sechs Stunden waren wir wieder im Hotel und haben uns entspannt bei Bier und Eiweißshakes.

In Summe war es eine sehr schöne Woche mit Ibrahim. Wir haben viel Sport gemacht, viel Gelacht und uns einiges aus unserem Leben erzählt.
Danke Ibrahim für die tolle Idee und das schöne Trainingslager.
bo