Cape Naturaliste

Es musste mal wieder ein Tag der Erholung her. Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg zum hoteleigenen Strand. Das Wasser war zum Baden immer noch zu kalt, zumindest für uns. Wir steckten nur kurz unsere Füße ins Wasser und beabsichtigten von hier aus ursprünglich zum Leuchtturm zu laufen.

Leider haben wir festgestellt, dass kein Wanderweg zum Leuchtturm führte und wir auf der normalen Straße laufen müssten. Wir entschieden, das Auto zu nehmen.

Während wir zum Auto liefen, hörten wir bereits einen Helikopter über der Bucht kreisen. Kurze Zeit später schrillte der Hai-Alarm. Uns hing etwas die Kinnlade runter.

Die Einheimischen gehen mit dem Thema Haie aber vollkommen entspannt um. Natürlich würden sie einen vorbei schwimmenden Hai nicht streicheln und möglichst schnell und leise das Weite suchen. Aber Angst ins Wasser zu gehen, haben sie nicht.

Am Leuchtturm buchten wir uns eine Führung.
Da wir noch etwas Zeit hatten, schauten wir uns etwas auf dem Gelände um. Hier befinden sich drei Cottages in denen früher die Leuchtturmwärter und deren Familie lebten. Elektrizität gibt es hier erst seit kurz vor der Jahrtausendwende. Heute findet man hier ein kleines gemütliches Café, das mit Möbeln im Still von 1900 ausgestattet ist, und einen kleinen Souvenirshop.

Unser Guide hat uns über den Bau und die Herkunft der Materialien erzählt und ging mit uns die 59 Stufen zur Aufsichtsplattform hinauf. Wir hatten hier einen grandiosen Ausblick auf den Ozean und die Landschaft. Und das ohne ewiges Treppensteigen.

Auf dem Weg zum Leuchtturm erfuhren wir einige Fakten und Geschichten über das Leben der Menschen am Leuchtturm. Zum Beispiel musste die Frau des Leuchtturmwärters zum Einkaufen einige Kilometer laufen. Dabei hatte sie immer ein Gewehr dabei, um sich vor den Tieren zu schützen.

Die Namensgebung der Gebiete, ist zwei französischen Schiffen geschuldet. Diese Schiffe wurde von Bonaparte zur Erforschung und Kartierung der Küste ausgesandt. Das eine Schiff hieß Naturaliste und das zweite Geographe. So wurde das eine Gebiet im Norden Geograph Bay genannt und das andere Cape Naturaliste.

Der Leuchtturm selbst ist nur 20 Meter hoch. Allerdings liegt er auf 100 Metern über dem Meeresspiegel und kann damit voll und ganz seine Funktion erfüllen. Zwar ziert über der Tür das Jahr 1903, in Betrieb wurde der Leuchtturm erst 1904 genommen. Die Fässer, mit dem für den Betrieb notwendigen Quecksilber, sind in einem Schiff in Busselton versunken und wurden nicht mehr gefunden. Damit verzögerte sich die Inbetriebnahme. Schmunzelnd erzählte uns der Guide die Geschichte und erwähnte, dass er Boris dabei keine Angst für den Ironman in Busselton machen wollte.

Die Linse auf dem Leuchtturm ist laut unserem Guide besonders. Wenn man es genau nimmt, sind alle Leuchtturmlinsen besonders. Denn jeder Leuchtturm hat seinen eigenen Blinkrhythmus, bedingt durch die Drehgeschwindigkeit und die Anordnung der Linsen.

Die Führung war richtig gut. Der Guide lebt für den Leuchtturm und seine Geschichte.

Den Rest des Tages verbrachten wir mal wieder mit einer kleinen Lebensmittel Shoppingtour und aßen zum Abendessen Pizza.

ju

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