Rottnest Island

Herausforderung des Tages bestand darin ein niedliches Foto mit einem Quokka zu schiessen. Am besten ein Selfie.

Am dritten Tag haben wir uns mit einer Fähre auf eine Insel im indischen Ozean fahren lassen – Rottnest Island. Diesen Namen bekam die Insel von den Holländern. Angeblich haben sie die Insel das Rattennest genannt, weil die kleinen Quokkas ihrer Meinung nach wie Ratten aussahen.

Quokka ist eine Beuteltierart aus der Familie der Kängurus und sehen aus als würden sie lächeln. Auf der Insel fühlen sie sich besonders wohl, den die Anzahl der natürlichen Feinde hält sich hier in Grenzen.

Gegen 10:00 Uhr erreichten wir nach einer circa zweistündigen Fahrt mit der Fähre die Insel. Heute stand ein Lauftraining auf dem Programm. Denn wir dürfen nicht vergessen, wir sind wegen eines Wettkampfs in Western Australia. Boris lief, während ich ihn auf einem Leihrad begleitete.

Nach dem Training entschieden wir zuerst ein Mittagessen zu uns zu nehmen. Anschließend schnappten wir uns unsere Räder und wollten bei einer kleinen Tour die Insel einmal abfahren. Es handelte sich hierbei lediglich um 10 km. Eine Strecke, die wir für gewöhnlich in einer halben Stunde und Boris ohne mich noch schneller zurücklegen würde. Allerdings hatten wir schwergängige Fahrräder, es wehte ein starker Wind und die Insel ist ganz schön hügelig. Nach einem kurzen, harten Anstieg kam immer eine kleine, kurze Abfahrt und dann wieder ein Anstieg. Das zehrte schon ordentlich an einem.

Die Strapazen haben sich aber auf jeden Fall gelohnt. Wir hatten Landschaftsbilder gesehen, die man sonst von den Fernweh Kalendern kennt. Immer wieder tauchte das türkisblaue Meer und der Sandstrand auf.

Für die Australien Reise habe ich mir extra ein Schnorchel gekauft. Denn ich bin davon ausgegangen, zumindest lagen die Temperaturen in der Woche zuvor über 30 Grad, in Western Australien herrscht Hochsommer. Ich wollte unbedingt schnorcheln gehen. Dass das Wasser sooo kalt war, erfuhr ich am Tag zuvor in Cottesloe. Irgendwie hatte ich die Hoffnung gehabt, dass es auf der Insel etwas wärmer ist. Auf unserer Rundtour haben wir eine schöne Bucht gefunden und wollten dort schnorcheln gehen. Das Wasser war sehr kalt. Aber da ich schon die Schnorchel Sachen dabei hatte, musste es sich gelohnt haben diese die ganze Zeit mit sich rum zu schleppen. Also blieb mir keine andere Wahl, als in das kühle Nass zu springen. Es war sehr kalt und leider nur Pflanzen zu sehen, weshalb ich nach circa 15 Minuten das Wasser wieder verließ. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher ob ich enttäuscht bin keine Fische gesehen zu haben. Denn am darauffolgenden Tag haben wir eine App, die Hai Sichtungen anzeigt, empfohlen bekommen. In der Nähe von Rottnest Island werden Haie wohl des öfteren gesichtet.

Aber was war jetzt mit den Quokkas? Im Hauptort Thomson Bay wimmelt es nur so von den Quokkas. Sie sind absolut nicht menschenscheu. Manche sind sogar ganz schön frech und springen auf die Tische. Allerdings sind sie vollkommen harmlos. Ansonsten sitzen sie sogar mitten auf der Straße. Bei unserer Radtour entdeckten wir ebenfalls immer wieder Quokkas.

Sind sie nicht niedlich?

Wir kehrten erst gegen 18 zurück nach Perth und bleiben direkt im Zentrum zum Abendessen. Nach dem Abendessen war es draußen dunkel und wir konnten die bereits angebrachte Dekorationen bestaunen. Zugegeben gehören die beleuchteten Kängurus nicht gerade zu der traditionellen Weihnachtsdekoration in Deutschland. Nichts desto trotz genossen wir es sehr. Jeder Christbaum zauberte uns ein Lächeln ins Gesicht.

ju

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