Die Herausforderung des zweiten Tages bestand darin sich im linksfahrenden Straßenverkehr zu recht zu finden und sich selbst und das Mietauto unbeschadet in das Hotel zu bringen.
Nach unserer Landung holten wir unseren Mietwagen ab. Die Eingewöhnungsphase begann bereits zum Zeitpunkt des Einstiegs. Ich suchte den Anschnallgurt auf der falschen Seite. Auch wenn mir vollkommen bewusst war, dass ich rechts im Auto sitze, die Tatsache das ich am Steuer saß, veranlasste mich nach dem Anschnallgurt links zu greifen. Das Irren setzte sich fort bei der Suche nach dem Schaltknüppel und den Fensterhebern. Es handelte sich immer um reine spontane unüberlegte Gewohnheitshandlungen und sorgte für viel Gelächter.
Das ich im Auto etwas irritiert war, war an sich nicht entscheidend. In der richtigen Spur zu fahren, war viel wichtiger. Beim Abbiegen war ich froh, ein Fahrzeug vor mir zu haben und dem folgen zu können. Ich kommentierte immer laut meine Handlungen. Boris amüsierte sich derweil prächtig.
Sicher fuhr ich mit dem Auto zum Aldi wo wir uns eine Kleinigkeit für das Mittagessen und Wasser kaufen wollten. Da es noch viel zu früh war und der Laden geschlossen war, nutzen wir die Zeit für einen Spaziergang in einem nahegelegenem Park. Die Bäume waren beeindruckend hoch.

Im Aldi freuten wir uns über das uns einigermaßen bekannte Sortiment und die mangelnde Notwendigkeit einer Überserzungs-App. Wir freuten uns über die Weihnachtsdeko und die Weihnachtsspezialitäten.
Anschließend ging es zum ersten Baden im Indischen Ozean an dem Cottesloe Beach. Für meinen Geschmack war das Wasser viel zu kalt. Ich bin ohnehin eine Frostbeule und schwimme ungern im kalten Wasser. Heute kamen die kurze Nacht und die Aufregung dazu. Boris ließ es sich nicht nehmen und sprang in das kühle Nass.
Wir genossen noch das Meeresrauschen und holten uns den ersten Sonnenbrand. Eine Möwe leistete uns Gesellschaft. Mit kleineren Schritten näherte sie sich uns an. Wir hatten schon fast den Eindruck sie genoss es von uns fotografiert zu werden und wechselte bewusst die Posen.

Es war immer noch viel zu früh am Tag und wir entschieden uns den Kings Park aufzusuchen. Hier verbrachten wir einige Stunden beim Wandern durch den Park.

Wir waren auf dem DNA Tower und besuchten das War Memorial.


Wir genossen die Zeit im Park. Die Vegetation unterscheidet sich verständlicherweise von der in Europa und Asien. Wir haben viel gestaunt.
Nach circa drei Stunden entschlossen wir uns auf den Weg Richtung Hotel zu machen. Es war leider immer noch viel zu früh um ins Bett zu fallen. So entschieden wir zu Fuß Richtung Elisabeth Quay zu gehen. Wir schlenderten durch den Lanley Park entlang dem Ufer und saugten die Atmosphäre auf. Etwas zu früh waren wir im Restaurant „golden boy“. Dies hatte den Vorteil, dass der Laden nicht überfüllt war und die Bedienung Zeit hatte sich mit uns zu unterhalten und uns einige Tipps zu geben. Zum Essen gab es einen leckeren Rosé. Auf die Weinauswahl in den nächsten Tagen freue ich mich sehr.

Nach einem sehr leckeren Abendessen ging es mit dem Bus zurück ins Hotel. Die Nutzung der Busse in Perth Zentrum ist kostenlos. Dies erklärte, warum der Verkehr in der Stadt so angenehm war. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass die Stadt Perth mit ihren 1,9 Mio Einwohnern in Vergleich zu Peking klein ist. Fraglich ist, ob wir an schlimmeres gewöhnt sind oder der Verkehr tatsächlich geringer ist.
Bereits um 20 Uhr fielen wir ins Bett, denn für den nächsten Tag haben wir im Vorfeld einen Ausflug gebucht und mussten um 6 Uhr aufstehen.
Die Herausforderung des Tages erfolgreich gemeistert.
ju