Tag 3
Die ersten Tage in Singapur standen im Zeichen der Besichtigung diverser Sehenswürdigkeiten, bevor es für Boris Richtung Wettkampfvorbereitung ging und der Fokus ganz auf dem Sonntag lag.
Vorher mussten wir aber das Tempo etwas anziehen um möglichst viel zu sehen. Darunter standen wie immer, zum Leidwesen der jüngeren Teilnehmer, die Tempel.
Vollgepackt mit Kameraausrüstung ging es nach einem sehr leckerem Frühstück mit der U-Bahn zu den nächsten Tempeln. Diesmal standen hinduistische Tempel in Little India auf dem Programm.

Bisher besichtigten wir buddhistische Tempel. Der Unterschied zwischen den Tempeln ist uns sofort aufgefallen. Natürlich. Es handelt sich um zwei Weltreligionen und Tempel ist nicht gleich Tempel, sowie Kirche nicht gleich Kirche ist. Hier musste ich über mich selbst schmunzeln, wie blind man manchmal durch die Welt läuft.

Es war beeindruckend. Die Tempel waren kunterbunt wie ein Mandala. So auch die Kleidung vieler Besucher, leuchtend und farbenfroh. Die Darstellungen der Gottheiten waren manchmal etwas furchteinflößend.
Im Tempel Sakya Muni Buddha Gaya kamen wir pünktlich zu einem Gebetszeitpunkt und konnten so das Gebetsritual miterleben.
In diesem Stadtteil war alles schön bunt. Es gab auch einige Wandmalereien, allerdings haben wir nicht viel davon entdeckt, was mich persönlich etwas traurig gestimmt hat.

Nach einem Mittagessen in einem indischen Lokal, ging es durch den Mount Emily Park Richtung ION Orchad.

Während wir gerade noch das warmschwüle Wetter „genossen“, zogen dicke Wolken auf und kurze Zeit später entluden sich unvorstellbare Wassermassen über uns. Der Spaziergang endete in einem Wettlauf mit den Regentropfen.
Tag 4
Auf in die Natur. Singapur ist eine der grünsten Städte die ich je gesehen habe. Natürlich ist das auch dem tropisch- feuchtem Klima geschuldet. Aber diese pulsierende Stadt könnte wie viele andere Städte alles zupflastern und Wolkenkratzer bauen. Stattdessen wird hier darauf Wert gelegt, ein Leben nicht nur verschiedener Kulturen, sondern auch Mensch und Natur miteinander zu ermöglichen.

1859 wurden 24 Hektar stillgelegter Plantagen in einen botanischen Garten verwandelt. Unser ursprüngliches Ziel, den Orchideen Garten, haben wir nach kurzer Zeit aufgegeben, denn die ganze Anlage war sehr beeindruckend und lud zum Verweilen ein. Wir entschieden uns die Zeit im Park einfach zu genießen. Immer wieder entdeckten wir freilaufende Tiere. Manchmal musste man schon genauer hinschauen um eins zu entdecken.

Am Abend machten wir noch einen kleinen Ausflug zum Clarke Quay und Merlion, dem Wahrzeichen von Singapur.

Tag 5
Der Freitag ist angebrochen und damit der Wettlauf gegen die Zeit. Es gab noch so viel zu sehen und gleichzeitig mussten wir zwischenzeitlich Rücksicht auf den bevorstehenden Wettkampf nehmen. Einen gemütlichen Vormittag wollten wir in Gardens by the Bay verbringen, bevor es dann zur Abholung der Startunterlagen gehen sollte.
Wieder erwartete uns eine beeindruckende Parkanlage auf 101 Hektar. Dieser Park ist gleichzeitig eine Lehrstätte. Wir entdeckten diverse Ausstellungen zu den Themen wie Wurzelstrucktur, Informationen zu den Pflanzen die nach Singapur zum Anbau importiert wurden, Gärten die im verschiedenem Stil gestaltet wurden und und und. Der Park hatte noch so viel zu bieten.

Wir machten einen Spaziergang durch den Park und wurden wider Erwarten von einem Regen überrascht. Die nächsten 40 Minuten verbrachten wir auf einer Parkbank geschützt unter einem Dach. Es war schön. Die Natur zog die Handbremse an und wir konnten kurz innehalten und die Natur um uns herum entdecken. Bianca wurde dabei vom stärker werdendem Regen überrascht und musste unter einem anderen Dach ausharren. Ein Parkranger entdeckte sie im Vorbeifahren und kutschierte sie zu uns. Die Kinder gönnten sich noch einen Spaß und rannten im Regen ihre Runden, während die im Park arbeitenden Handwerker die Zeit für einen kurzen Mittagsschlaf nutzten.

Als der Regen nachließ machten wir uns auf den Weg Richtung Abholung der Startunterlagen. Über die nächsten Tage hat Boris bereits berichtet.
Weiter geht es dann mit dem erholsameren Teil unseres Urlaubes.
ju