… landet man in einer der teuersten Stadt der Welt.
Getreu dem Motto: Dort Urlaub machen, wo andere auch Triathlon machen, ging es Mitte August nach Singapur.
Abreise
Wie der Name schon sagt, braucht man Ausrüstung für drei verschiedene Disziplinen, abgesehen von den anderen Dinge die man so in den Urlaub mitnimmt. Mit 7 Koffern, darunter ein Radkoffer, ging es am Sonntag zum Flughafen. Da ein normales Taxi für einen Radkoffer, geschweige den für die anderen Koffer ausreichend Platz bietet, musste ein Umzugstransporter organisiert werden.
Der Fahrer fährt üblicherweise nicht zum Flughafen und nahm daher die falsche Ausfahrt und landete im Parkhaus für die Ankunft. Vermutlich hat die Dame an der Rezeption, die mir geholfen hat das Fahrzeug zu buchen, die Adresse falsch ausgewählt.
Das Abenteuer begann.
Da der Fahrer nicht wusste wie er zur Abflughalle kommt, lud er mich samt dem Gepäck im Parkhaus aus. Boris und die Kinder warteten derweil in der Abflughalle. Da es mehrere Stockwerke sind, konnten sie mich nicht genau orten und ohne weiteres zu mir kommen. Glücklicherweise haben wir uns nach einem hin und her doch gefunden. Kein schöner Start in den Urlaub, wenn die Nerven aus Sorge etwas vergessen zu haben, ohnehin blank lagen.

Das Einchecken und alles andere verlief unspektakulär und kurz vor 11 Uhr hob das Flugzeug ab und landete um kurz vor 6 Uhr in Singapur.
Flughafen Singapur
Der Flughafen Singapur wurde von den Besuchern als der schönste Flughafen gewählt. Wir konnten dem alle nur beipflichten. Bereits nach wenigen Metern landeten wir in den schön gestalteten Gängen. Uns erwartete nicht dieses kalte, schon fast OP mäßige Flair, sondern mit Blumentapeten und vielen Pflanzen gestalteten Korridore. Man hatte eher das Gefühl eine Shoppingmall betreten zu haben. Der Flughafen bietet zum Vertreib während einer möglichen Transitzeit ein Kino, Schmetterlingsgarten, Kaktusgarten, das Jewel, diverse andere Attraktionen, sogar eine Laufstrecke und unzählige Möglichkeiten zum Entspannen.

Leider befinden sich einige dieser Sehenswürdigkeiten im Transitbereich. Wir sind unwissenderweise zielstrebig Richtung unser Gepäck gelaufen und haben die Immigration passiert. Ein Zurück Richtung Schmetterlingsgarten und Sonnenblumengarten war leider nicht möglich. Während im Transitbereich die Kaffees und die Shops, zumindest meine ich das, um diese Uhrzeit geöffnet hatten, waren die Läden außerhalb noch geschlossen. Ebenfalls war im Jewel, die Shoppingmall am Flughafen, noch das meiste geschlossen. Wir planten den Vormittag am Flughafen zu verbringen und mussten daher erst mal warten bis die Geschäfte zum Leben erwachten.
Lobenswert möchte ich noch die Migration erwähnen. Es dauerten keine 5 Minuten bis wir die elektronische Passkontrolle passierten.
Wir deponierten unser Gepäck in der Gepäckaufbewahrung und machten uns auf den Weg den Flughafen zu erkunden.

Dieser Flughafen ist echt einzigartig. So viele Pflanzen überall. Der Wasserfall ist echt beeindruckend und gar nicht so laut.
Zum Mittagessen gab es Spanisch. Sorry, aber so ganz auf Essensbilder werde ich es auch diesmal nicht schaffen 😉

Gegen 14 Uhr wurden wir vom Flughafen abgeholt.
The Clan Hotel
Angekommen im Hotel wurden wir mit einem Tee und Keksen empfangen. Dann konnten wir unsere Zimmer beziehen. Die Zeit bis zum Abendessen nutzten wir um das Rad aufzubauen und zu checken.
Gegen Abend regnete es, so dass wir ein bestimmtes Restaurant direkt angesteuert haben. Das Wetter lud nicht gerade zu einer Entdeckungstour ein. Hier stellten wir fest, dass das Essengehen im Vergleich zu Peking nicht gerade günstig ist.
Für Boris gab es zu unserer Überraschung ein Geburtstagskuchen, obwohl sein Geburtstag bereits paar Tage zurück lag.
Tag 2
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg einen Howkers Markt zu suchen. Es handelt sich hierbei um kleine Essensstände. Zum ersten Mal gab es ein typisches asiatisches Frühstück, nämlich warm: Reis mit Gemüse und Tofu.

Nach dem üppigen Frühstück konnte das Sehenswürdigkeitenprogramm starten. Am ersten Tempel packte ich meine Kamera aus und musste erst mal warten, weil diese komplett beschlagen war. Die Luftfeuchtigkeit war wie erwartet hoch.
Ja, ihr habt es richtig gelesen, meine Familie machte mit mir eine Tempeltour in Chinatown. Als erstes besichtigten wir den Thian Hock Keng Temple. Im Gegensatz zu Thailand war der Tempel nicht überlaufen und man konnte die Atmosphäre auf sich wirken lassen.

Von hier aus ging es direkt weiter Richtung Telok Ayer Park. Wieder war das viele Grün und die Größe der Bäume sehr beeindruckend.

Auf dem Weg zum nächsten Tempel machten wir einen Abstecher in die City Gallery. Hier erwartete uns eine Ausstellung die die Entwicklung und die Ziele von Singapur vorstellte. Zum Beispiel ist eines der Ziele für jeden Bürger ein Naherholungsgebiet in einem Radius von 10 Gehminuten zu schaffen.

Nach einem kleinen Abstecher zum nächsten Hawkers zum kleinen Mittagessen ging es zum Buddha Tooth Relic Temple und Museum.

Der Rest des Tages verbrachten wir in der Shoppingmall Vivo-City. Die Shoppingmall beherbergte unter anderem viele bekannte Nobelmarken. Wir entdeckten das „Hans im Glück“ Restaurant sowie ein Restaurant „Brotzeit“. Hier war es wirklich international. Und man glaubt es kaum, aber nach fast einem Jahr in China waren wir sehr glücklich darüber uns mit den Menschen in den Läden auf Englisch unterhalten zu können.

Zum Abschluss ging es auf die Dachterrasse mit einem Blick auf die Santosa Insel. Wie genossen noch die Sonnenstrahlen bevor wir dann wieder Richtung Hotel aufbrachen.

Gereist sind wir mit der U-Bahn. Das funktioniert wie die Einreise – einfach. Kurz die Kreditkarte beim Eingang scannen und beim Ausgang erneut. Fertig. Für die Kinder besorgten wir am Schalter allerdings U-Bahnkarten, die problemlos an den Geräten aufgeladen werden konnten. Das Essen und Trinken in der U-Bahn sowie in den Stationen ist übrigens verboten. Diese Regelung scheint einem übertrieben zu sein, spätestens jedoch wenn man in der sauberen U-Bahn sich befindet, hat man dafür Verständnis.
Der zweite Urlaubstag ging damit zu Ende.
ju