Mein Hobby ist Triathlon und das ist vermutlich nichts Neues. Damit das ganze Training ein Ziel hat, mache ich regelmäßig Wettkämpfe. Jetzt war es mal wieder so weit. Die PTO Tour hat ihre Zelte in Singapur aufgeschlagen und da Singapur nicht so weit von Beijing entfernt ist, habe ich mich gleich am ersten Tag der Registrierung angemeldet. Das war vor sechs Monaten!
Ein paar Tage vor dem Wettkampf sind wir nach Singapur geflogen und waren anschließend noch auf der indonesischen Insel Bintan, dazu aber später mehr.
Am Freitag den 18. August habe ich meine Startunterlagen abgeholt. Anschließend sind wir gemeinsam über die Expo geschlendert und haben ein paar professionelle Triathleten getroffen.






Am Samstag vor dem Rennen konnte ich mein Fahrrad einchecken und habe dabei noch ein paar andere Teilnehmer meiner Altersklasse getroffen. In der Nähe vom Rad wurden die Wechselbeutel abgelegt bzw. aufgehängt.



Am Sonntag hätte der Wecker um 5 Uhr geklingelt, aber ich war etwas nervös und war bereits um 4:25 Uhr wach. Da wir aber schon um 21 Uhr im Bett waren, reichte der Schlaf.
Wir haben im Hotel noch gefrühstückt und alle restlichen Vorbereitungen getroffen, bevor es um 5:30 Uhr Richtung Start ging. Um die Zeit fährt noch keine U-Bahn, weshalb wir zu Fuß zum Start gegangen sind. Es waren aber nur 1300 Meter. Nichts im Vergleich dazu, was mich später erwartete.


Auf dem Weg zum Start wuchsen wir zu einer kleinen Gruppe. Was wir nicht wussten, der Duathlon war schon im Gange. Somit war schon einiges los als wir in der Wechselzone ankamen. In diesem Bereich war der Wechsel vom Schwimmen zum Rad und dann vom Rad zum Laufen und auch der Zielbogen.
Als erstes bin ich zu meinem Rad und habe die Schaltung und den Luftdruck überprüft. Dann habe ich meine Verpflegung ans Fahrrad gemacht und die Wassertanks gefüllt.
Nun musste ich nur noch den After-Race Beutel abgeben und dann ging es zum Schwimmstart. Auf dem Weg zum Schwimmstart habe ich noch ein Dixi Klo gesucht und mich schlussendlich für die Marina Bay Sands Mall Toiletten entschieden. Sauber und ordentlich, statt stickig und dunkel.
Um 7:35 Uhr wurde es ernst und es ging endlich ins Wasser. Wir durften in der Marina Bay unser Schwimmen absolvieren. Das Wasser war zwar nicht klar, aber zumindest nicht salzig. Aber mit 30 Grad eigentlich zu warm zum sportlichen Schwimmen.





Nach dem ich aus dem Wasser war, durfte ich noch circa 500 Meter Laufen bis ich wieder in der Wechselzone war und meine Lieblingsdisziplin starten konnte.



Die Radstrecke war richtig hart. 80km sind an sich nichts wildes, aber die Brücken mit circa 300m Anstieg und 5-8 Prozent Steigung und davon 3 Stück pro Runde, machen 15 heftige Anstiege. Der Rest der Strecke war nicht sehr technisch, man konnte fast immer im Auflieger fahren. Aber die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit hat dafür gesorgt, dass schon beim Radfahren einige Sportler am Rand saßen und aufgeben mussten.




Nach dem Radeln kommt das Laufen.
Es war endlich soweit – ich durfte Laufen. Mir macht Rennen, Joggen oder Laufen – je nachdem wie man es nennen möchte, sehr viel Spaß. Allerdings hatte ich schon beim Absteigen vom Rad meinen ersten Krampf und ich wusste, dass es ein langer Tag werden würde.
Schon bevor ich zum 2. Wechsel gegangen bin habe ich Julia nach Salztabletten gefragt. Diese blieben dummerweise im Hotel liegen. Kurzerhand besorgte sie welche auf der Messe und ich konnte dann den Wettkampf mehr oder weniger gut beenden.
Da merkt man erst wie lang 18km werden können.




Aber: Ende Gut alles Gut. Leider nicht ganz! Im Ziel wurde ich dann direkt behandelt und nachdem ich dann wieder gehen konnte, bin ich in ein Eisbad und anschließend zur Massage. Dann war alles gut.



Am nächsten Morgen ging es dann zur Fähre und nach Bintan.
bo
Viele Grüße und danke für den interessanten Bericht
Baby
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Es kommen demnächst noch Berichte über Singapur und Bintan
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