Während wir uns noch vor Kurzem über die hohen Temperaturen in Peking beklagten, zog nun ein Taifun Richtung China. Nachdem er die Philippinen stark getroffen hat, schwächte er zu einem Tropensturm ab und bescherte uns heftige Regenfälle.

Herbstlich grau ist der Himmel seit Tagen bedeckt. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei über 80 %. Wer nicht aus dem Haus muss, bleibt drin.
Im Osten von Peking, sieht es zumindest vom Fenster aus, alles soweit dem Wetter entsprechend gut aus. Es sind nur wenige Menschen unterwegs. Hier und da haben sich auf dem Boden Pfützen gebildet. Im Nachbarsgarten steht das Gemüsebeet im Wasser.
Im Westen von Peking, in der Bergnähe, sieht es dagegen sehr schlimm aus. Dort forderte der Sturm Todesopfer und viele Menschen verloren ihr Zuhause. Im Netz kursieren viele schockierende Bilder und Videos über das Ausmaß des starken Regens. Stille Gewässer entwickelten sich zu reißenden Flüssen. Die Bilder erinnern an die Überschwemmung im Ahrtal.
Das sehr schöne und nicht nur unter den Rennradfahrern sehr beliebte Gebiet, ist sehr in Mitleidenschaft gezogen. Die Brücken und viele Straßen sind zerstört. Der Wiederaufbau wird sicher viel Zeit in Anspruch nehmen.
Glücklicherweise funktioniert das Frühwarnsystem, sofern wir das beurteilen können, gut. Bereits zwei Tage zuvor bekam jeder eine SMS. Es wurde Regenwarnstufe Rot verkündet. Es wurde geraten zu Hause zu bleiben, Bergnähe und Flüsse zu meiden und das Reisen auf ein Minimum zu reduzieren.
Zwischenzeitlich haben wir gelernt diese Warnungen ernst zu nehmen, zumindest nach meiner Odyssee im Winter auf dem Eis.
Besorgt verfolgen wir das Geschehen und werfen immer wieder einen Blick auf den See „vor unserer Haustür“. Dieser wird nicht, zumindest nicht direkt vom Wasser aus den betroffenen Bergregionen gespeist.
Es bleibt nur zu hoffen, dass der Regen bald nachlässt. Das Ausmaß des ganzen für die Menschen und Landwirtschaft wird sich in den nächsten Tagen offenbaren.
ju