Tag 3
Für heute buchten wir eine Fahrt auf die gegenüberliegenden Cham Inseln. Die Tour wurde von unserem Hotel organisiert. Das Team unterstütze uns bei allen Ausflügen sowohl Auswahl, Beratung als auch Buchung.

Um 8.30 Uhr wurden wir von einem Fahrer direkt von unserem Hotel abgeholt. Wie so oft bei diesen Ausflügen, werden natürlich nach und nach diverse Hotels angefahren und andere Teilnehmer eingesammelt. So hatten wir eine bunte Mischung aus Deutschen, Indern und Franzosen. Am Pier wartete man dann auf die restlichen Teilnehmer. Kurz darauf durften wir auf das Boot. Das Meer war etwas unruhig, weshalb die Fahrt etwas einer Achterbahnfahrt ähnelte. Aber nicht negativ. Wir genossen die kleinen Sprünge. Zumindest auf dem Hinweg. Auf dem Rückweg saßen wir etwas weiter hinten und es behagte mir nicht.

Angekommen auf der Insel, bekam unsere Freude einen Knicks. Zum gleichen Zeitpunkt kamen mehrere Boote an und der Touristenandrang war immens. Glücklicherweise trennten sich unsere Weg schnell, denn wir wollten an einen kleinen Strand auf der Insel. Den knapp 1,2 km langen Weg, der zu Beginn durch das Dorf führte, legten wir zu Fuß zurück. Gegen Ende mussten wir einen Berg überwinden.

Angekommen an dem kleinen Strand trafen wir erst mal wieder auf eine Menschentraube. Diese wollte hier allerdings nur ein schönes Foto schießen und gleich weiter fahren. Welch ein Glück.

Den Strandabschnitt teilten wir uns mit zwei anderen Frauen aus Deutschland und zwei Affen die in dem Baum, unter dem wir Sonnenschutz fanden, hausten.

Es war ein kleines Paradies. Feiner Sand. Sanftes Meeresrauschen. Türkisblaues Wasser. Wir genossen diese kleine Oase.

Ein kleiner philosophischer Exkurs:
Der Felsen mit den Schnecken erinnerte die Kinder an die Geschichte „Die Schnecke und der Buckelwal“. Eines unserer lieblings Kinderbücher. Aktuell sind wir die Schnecken und der Wal ist unsere Chance im Ausland zu leben und den asiatischen Raum zu entdecken. Es ist echt beeindruckend zu sehen welchen Alltag die Menschen in anderen Ländern haben. Was sie bewegt. Was beeinflusst ihre Entscheidungen. Wo finden sich Gemeinsamkeiten und wo sind die gravierenden Unterschiede.
Um 13.45 Uhr ging unser Ausflug auf die Insel Richtung Ende. Besucher, die dort nicht nächtigen, müssen bis 14 Uhr die Insel verlassen. Die Insel wird nämlich unter anderem für militärische Zwecke genutzt, weshalb jeder registriert wird und das Abreisen der Gäste wieder protokolliert wird. Dies erklärte auch die Menschenmassen bei unserer Ankunft am Morgen.
Tag 4
Nach einem Ausflugstag gönnten wir uns wieder einen Strandtag. Allerdings wollte ich den Umstand der Internetlosigkeit nicht länger dulden und machte mich auf den Weg in die Stadt um eine SIM -Karte zu kaufen. Beim Buchen eines Taxis sah ich die Möglichkeit ein Motorradtaxi zu buchen. „Warum nicht,“ dachte ich. Kurze Zeit später stand ein Motorrad mit einem Fahrer an meinem Abholpunkt und überreichte mir den Helm. Meine letzte Mitfahrt auf einem Motorrad ist zwar schon einige Jahre her, aber der Fahrer fuhr nicht wie ein Pekinger und damit fühlte ich mich recht sicher. Während ich meine Besorgungen erledigte, wartete er auf mich und brachte mich sicher wieder zurück.

Tag 5
Nachdem wir die letzten Tage sehr viel Zeit am Strand verbracht haben, war der Sonnenbrand leider nicht ganz vermeidbar. Damit gönnten wir uns einen Tag im Hotelgarten. Wir haben gelesen und Pläne für die nächsten Ausflüge geschmiedet. Wegen des Wochenendes und des bevorstehenden Touristenandrangs trauten wir uns nicht in die Altstadt. Dafür haben wir einige tolle Ausflüge geplant. Seid gespannt mit uns auf die nächsten Abenteuer.

Das untere Bild zeigt ein Restaurant, dass gegen Abend am Strand aufgebaut wird. An kleinen Ständen werden gegrillter Fisch und Meeresfrüchte angeboten.
Tag 6
Für diesen Tag buchte ich für Sarah und mich einen Laternenworkshop. Hoi An ist für das Laternenmeer bekannt.
Ein kleiner historischer Exkurs: Die Laterne kam nach Hoi An aus China. Die Bauweise wurde jedoch im Laufe der Zeit an die Gegebenheiten vor Ort angepasst und das Laternengerüst wird nun aus Bambus hergestellt.

Sarah entschied sich ein bereits vorgefertigtes Laternengerüst mit Stoff zu beziehen. Mein Kurs dagegen enthielt den Aufbau des Laternengerüstes.
Wir hatten viel Spaß. Die Mitarbeiter des Workshops haben uns nicht nur beim Aufbau unterstützt und jeden Schritt noch mal kontrolliert, sondern lockerten die Atmosphäre mit Witzen auf.
Mit zwei schönen Laternen verließen wir nach knapp zwei Stunden die Werkstatt.
Bianca verbrachte diesen Vormittag im Hotel und genoss die Zeit.
ju
meine Laternen aus Hoi An haben leider das zeitliche gesegnet 😦
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