Wanderung auf der chinesischen Mauer

Nach den Ferien und dem Urlaub stand eine Wanderung mit der Patengruppe auf dem Plan. Es ging zu einem Mauerabschnitt.

Oben auf dem Berg ist unser Ziel

Fast alle Wanderungen auf der Mauer haben eins gemeinsam, man fängt immer am Fuße des Berges an und läuft erst mal zur Mauer hoch. Wir kämpfen uns auch diesmal nach oben. Mal wieder führte der Berg mir vor, wie unfit ich bin. Diesmal beschränkte ich sogar die Unterhaltungen.

Die Aussicht entschädigte einen jedoch für die Anstrengung.

Leider mussten wir bei unserem ersten Anstieg umdrehen, weil die Mauer für Besucher gesperrt wurde. Unser Guide hatte einen alternativen Mauerabschnitt für uns im Petto. Kurzer Hand ging es zurück zum Bus, der glücklicherweise auf uns wartete. Der Abstieg gelang schneller, allerdings belastungstechnisch nicht zu unterschätzen. Die Stufenhöhe war zwar angenehm, allerdings ließ die Anspannung in den Oberschenkel diese nach eine Weile zittern.

Nach einer 20-minütigen Fahrt sind wir an einem anderen Mauerabschnitt, Xiangshuihu Great Wall, angekommen. Dieser Mauerabschnitt ist, zumindest was den Zugang zur Mauer anbelangt, besucherfreundlich. Ein Shuttlebus fuhr uns zum Startpunkt. Angekommen an der Mauer machten wir erst mal schöne Gruppenbilder. Denn noch konnte jeder Lächeln.

Dieser Mauerabschnitt war nicht nur körperlich, sondern auch mental eine Herausforderung. Stufe für Stufe ging es nach oben. Teilweise waren die Stufen über 50 cm hoch und wurden zu einer Kletterpartie. Das ganze war enorm anstrengend. Schließlich waren die Beine auch nicht mehr ganz frisch. Wenn man sich manchmal umdrehte, stand man gefühlt vor einem Abgrund.

Glücklicherweise konnte man an ganz steilen Passagen sich zusätzlich am Geländer hoch ziehen. Ich kämpfte mich hoch und war sehr glücklich oben angekommen zu sein. Das Aufgeben stand zwar nicht wirklich im Raum, aber die Frage warum man sich das antut schwirrte in meinem Kopf. Zugegeben auch die Angst vor Müdigkeit einen folgenschweren Fehler zu machen.

Nach einigen schönen Bildern und dem Genuss der schönen Aussicht und dieses beeindruckenden Bauwerkes, ging es wieder zurück. Kletterfrei war der Abstieg auch nicht, jedoch ging es größtenteils abwärts und das war dann erträglicher.

Müde und mit sehr schweren Beinen kam ich zu Hause an. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Erholung.

Bekannterweise ist die Mauer über 21.000 km lang. Sie bietet daher einige Ausflugsziele und es war sicher nicht der letzte Ausflug zur Mauer.

ju

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