Thailand Reise – Tag 9 / Kultur

Wir, bzw. ich, wollte die Tempel in Bangkok sehen und habe für den Vormittag eine kleine Tempeltour geplant. Die Begeisterung meiner Familie hielt sich sehr in Grenzen, insbesondere bei Bianca, da sie Geburtstag hatte. Aber mir zu Liebe, machten sie sich mit mir und meiner Spiegelreflexkamera auf den Weg zu den Tempeln.

Unser Hotel lag recht nah bei den Tempeln, weshalb wir die Tour zu Fuß unternehmen wollten.

Unterwegs wurden wir von einem Riksha Fahrer abgefangen, der uns mitteilte, dass sonntags der Buddha Tag sei und vormittags der Wat Saket geschlossen sei.

Gerne hätte er uns zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten etwas außerhalb kutschiert. Da wir im Vorfeld von solchen Fahrten einiges gehört haben, haben wir dies dankend abgelenkt, zumal die Begeisterung dank der hohen Temperaturen eher ab als zu nahm.

Wir entschieden spontan die Straßenseite zu wechseln und uns auf der anderen Straßenseite umzusehen. An jeder Ecke sah man nämlich einen Tempel oder etwas ähnliches. Es handelte sich hierbei um das Mahakan Fort.

Ohne es näher zu betrachten ging es durch den angrenzenden Park, der viel Schatten bot.

Wir durchquerten die Anlage und kamen zu einem der ältesten Tempeln in Thailand dem Wat Thepthidaram Worawihan. Wir fanden keine offene Tür und wollten schon unverrichteter Dinge davon ziehen, als eine Frau auf uns zu kam und uns den Eingang zeigte. Sie erzählte uns einiges über den Tempel und den hier thronenden weißen Buddha.

Es war sehr beeindruckend. Da dieser Tempel weniger bekannt ist oder kein Magnet für Touristen ist, bot es sich an, sich in aller Ruhe umzuschauen.

Von hier aus wollten wir zum Großen Palast gehen. Spontan stoppte Boris eine an uns vorbeirasende Rikscha. Zusammengequetscht auf der Rückbank fuhr der Fahrer wie angesengt mit uns durch die Straßen.

Am großen Palast angekommen entschieden wir auf Grund der Hitze und der Menschenmenge unsere Sehenswürdigkeitentour nur noch auf das What Pho mit dem liegendem Buddha zu beschränken.

Zuvor machten wir einen kleinen Abstecher in eine Unterführung. Dort gab es Toiletten und Sitzgelegenheiten. Es herrschte angenehme Kühle und so konnte man sich etwas erholen, bevor es weiter ging.

Wimmelbild. Wir waren nicht die Einzigen die sich eine Auszeit von der Hitze nahmen.

Unser Weg führte entlang der Palastmauern und erlaubte immer wieder einen Blick auf die beeindruckenden Dächer.

Wir liefen entlang dem Chao Phraya River und haben dabei einen Blick auf das Wat Arun, der ebenfalls von der Liste weichen musste, erhaschen können.

In allen Tempeln gilt es eine ordentliche Kleidung zu tragen, also man sollte nicht so viel Haut zeigen. Unterwegs werden immer wieder Hosen verkauft. Im Wat Arun können sowohl Hosen als auch Oberteile für den Besuch des Tempels ausgeliehen werden. Ob das in allen Tempeln der Fall ist, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall wird überall Kleidung angeboten. Selbst bei einer spontanen Entscheidung einen dieser Tempel zu besuchen, sollte es zumindest an der Kleidung nicht scheitern.

Wir besichtigten den Tempel mit dem liegenden Buddha. Hier ließ es sich einigermaßen gut aushalten.

Nach dem Tempelbesuch lief Boris wie immer stillschweigend voraus. Wir folgten. Plötzlich standen wir vor einem veganen Restaurant. Die Überraschung ist Boris wirklich gelungen. Zwischenzeitlich knurrten auch alle Mägen. Es ist sicherlich schon aufgefallen, dass leckeres Essen in unserem Leben eine zentrale Bedeutung spielt.

Nach dem Essen steuerten wir unser Hotel an um die nasse Kleidung auszuwechseln und eine Dusche zu nehmen. Dafür benötigten wir erst mal ein Taxi. Dies sollte sich mal wieder als nicht zu einfach herausstellen. Wir verhandelten wie auf einem türkischen Basar bis wir einen Taxifahrer fanden mit dem Einigkeit erzeilt wurde.

Nach der Dusche ging es zum Grand Rama 9. Eine klimatisierte Mall die neben einem Nachtmarkt liegt. Wir shoppten ausgiebig und machten einige Schnäppchen. Die Probierfreude vom Vortag blieb im Foodcourt aus, denn das Sättigungsgefühl vom Mittagessen hat noch nicht nachgelassen. Gegen später gab es eine Runde Donuts.

Als es Zeit für das Abendessen wurde, machten wir uns auf zum Nachtmarkt. Viele Stände und ein ordentliches Gewusel. Wir fanden für alle etwas zum Abendessen. Für die Erwachsenen gab es frittiertes Gemüse, die Kinder aßen Satai Spieße und Süßkartoffel Bällchen.

Wir schlenderten noch etwas durch den Markt. Probierten Granatapfelsaft, das muss man nicht getrunken haben, aßen Rolled ICE cream und Eis.

Gesättigt ging es wieder zurück zum Hotel, schließlich mussten die Koffer für den nächsten Morgen vorbereitet werden.

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