Wanderung durch Beijing Longyun Mountain Natural Scenic Area – Wanderung auf einem gefrorenem Fluss
Nachdem ich mich bereits im November mit neuen Wanderschuhen eingedeckt habe, wartete ich sehnsüchtig auf Ihren Einsatz. Eigens für diese Wanderung besorgte ich mir Spikes.



Da die Wandergruppe sich am Donnerstagmorgen bereits um 8 Uhr in der Nähe der Schule getroffen hat und ich eine Zugfahrt von 45 Minuten vor mit hatte, wurde es morgens etwas hektisch. Ich verabschiedete meine Familie in Ihren Alltag und bereite mich im Galopp auf das Gehen vor.
Gewappnet mit gefüllter Trinkflasche, beheizten Socken und Proviant, machte ich mich auf den Weg. Genau, ich hatte Socken an die mit einem Akku ausgestattet sind und bei Bedarf meine Füße wärmen würden. Eine geniale Erfindung.
Pünktlich um 8 Uhr erreichte ich den Treffpunkt. An der Beijing Riviera holten wir den Rest der Reisegruppe ab und machten uns auf den Weg in das ca. 100 km entfernte Gebiet. Der Bus setzte uns direkt am Eingang des Gebiets ab.



Schon ging die schöne Wanderung los. Der Fluss war gefroren und die Hartgesottenen durften, um ein Gefühl zu bekommen, auf das Eis. Doch auf Grund der Stufen im Wasserlauf mussten sie nach kurzer Zeit wieder ans Land. Bereits hier beeindruckten mich die massiven Felswände mit der für diese Jahreszeit typisch kargen Vegetation.






Wir wurden von June begleitet. Sie ging voraus und prüfte ob das Eis noch dick genug war beziehungsweise an welcher Stelle wir auf das Eis konnten.



Nach einigen Hundert Metern mussten wir den Fluss überqueren. Da es sich hierbei um ein kurzes Stück handelte, lohnte es sich nicht die Spikes anzuziehen. Also versuchte man im Gänsemarsch die Eisfläche sicher zu überwinden.






Nach dem June uns ihr Okay gab, begaben wir uns auf das Eis. Sie instruierte uns über das Verhalten auf dem Eis. Wir sollten uns möglichst am Rand aufhalten und auch Abstand zu ihr halten. Glücklicherweise besorgte ich mir Spikes mit der größeren Profiltiefe. Dafür war ich sehr dankbar, denn es bot mir ausreichend Halt. An manchen stellen, wenn das Eis angetaut und wieder gefroren war, zerplatze das Eis unter meinen Füßen und gab lautes Knirschen von sich.




An manchen Stellen war das Eis so klar, dass man einen Einblick in die Dicke des Eises bekam.



An einem sonnigen Platz machten wir eine Pause. Es wehte ein lauer Wind der ab und zu zu einer stärkeren Windböe auffrischte. Anschließend ging es, vorbei an beeindruckenden von der Natur geformten Felsen und Steinen, zur nächsten Einstiegsstelle.






Hier war Vorsicht geboten, den das Eis bildete keine geschlossenen Decke.



Wir blieben nicht lange auf dem Eis, denn die obere Eisschicht gab immer wieder nach. Zu diesem Zeitpunkt ist fast jeder durch diese Schicht eingebrochen und war froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.


Durch einen Tunnel und anschließend über eine lustige Brücke ging es zum Ausgang.






Es war eine schöne Wanderung. Wir hatten für diese Jahreszeit perfektes Wetter. Im Tal war es frisch. Ansonsten wurde man mit viel Sonnenschein verwöhnt. Die Natur war mal wieder beeindruckend.
Ein Wanderweg der absolut empfehlenswert ist.

ju