Quarantäne

Und wieder grüßt das Murmeltier.

Nach genau 9 Wochen fast uneingeschränkter Bewegungsfreiheit, mussten wir uns in Quarantäne begeben, weil im Firmengebäude in dem Boris arbeitet, sich eine infizierte Person aufgehalten hat. Es war ein sehr nervenaufreibender Tag. Kommt Boris aus dem Büro nach Hause? Wenn ja, wann? Wer muss dann eventuell in die Isolation?

Rückblick: Wir sind in Peking angekommen. Alle strahlten Freude und die Erleichterung über die überstandene Quarantäne aus.

Wir entschieden uns gemeinsam in die Isolation zu gehen und hofften sehr, dass nach Ablauf der 7 Tage seit der möglichen Begegnung, alle wieder ihren gewohnten Weg gehen können. Leider war dem nicht so. Bereits an dem darauffolgenden Montag wurde Homeschooling angesagt. Dies ist aber wohlgemerkt der deutsche Ausdruck dafür. Hier heißt es nämlich online classes.

Wir verbrachten ein schönes Wochenende miteinander und spielten Gesellschaftsspiele und trugen auch etwas zur Allgemeinbildung bei, in dem wir mit den Kindern einige Filme aus der Marvel Welt anschauten.

Leider spitzt sich die Situation gerade zu und die Zahl der Erkrankten schiesst in die Höhe. Da bleibt man auch freiwillig zu Hause und verzichtet auf eine Ansteckung.

Tatsächlich geht es uns gut. Wir sind alle gesund und dürfen zu Hause im Kreise der Familie die Zeit verbringen. Natürlich fehlen auch uns die Ausflüge zur Arbeit oder in die Schule sowie Kollegen, Freunde und Mitschüler. Einige der Workshops und Treffen fielen leider auch ins Wasser.

Machen wir niemanden etwas vor. Es ist nicht immer einfach entspannt und fokussiert zu bleiben, wenn die Menschen um einen herum, damit meine ich die ganzen Chats, in Panik verfallen und die Hinweise auf das Anlegen von Vorräten sich häufen. Auch wir verspüren diese Unsicherheit und Sorge und lassen uns etwas mitreißen. Wir sind jedoch gut vorbereitet, denn wer uns kennt, weiß Bescheid um unsere immer gut gefüllte Vorratskammer. In Notfall haben wir genug Nudeln und Reis mit Sojasauce.

Auf jeden Fall haben wir nun durch die ersparte Wegzeit mehr Zeit uns auf Weihnachten einzustimmen. Wer weiß, vielleicht wird die Weihnachtsbäckerei wieder ihre Pforten öffnen.

ju

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