Der Lama Tempel

Ich habe schon vor einer Weile die Hoffnung, diesen Blog in chronologischer Reihenfolge zu schreiben, aufgegeben. Jedoch nicht die Hoffnung viele unserer Erlebnisse in Peking niederzuschreiben. Heute möchte ich über den Besuch des Lama Tempels berichten.

An einem sonnigen Herbsttag bin ich mal wieder mit Katharina aufgebrochen, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Pekings zu erkunden.

Bereits bei unserem Ausstieg aus der Bahn wurde uns klar, das wir hier richtig sind. In der U-Bahn Station zierten rote Säulen und rot goldenen Bilder die Wände. An dieser Stelle nutze ich die Gelegenheit zu erwähnen, dass die U-Bahn Stationen in Peking alle sauber und ordentlich aussehen. Die Wände sind höchstens plakatiert. Kein unbegabter Künstler, der hier unerlaubt sein Werk oder seinen Hass zum Ausdruck in Form einer Schmiererei anbringt.

Nach dem wir für uns Tickets gekauft haben, pilgerten wir mit den anderen Menschen durch ein Tor und eine anschließende Baumallee und noch einen Tor zu einem Platz. Das sollten nicht die letzten Tore sein die wir an diesem Tag durchschreiten werden.

Vor dem letzten Tor bekamen auch wir ein Päckchen mit Räucherstäbchen überreicht. Nicht ahnend was wir damit machen sollten, nahmen wir diese dankend an und gingen weiter.

Wir befanden uns nun auf einem großen Platz vor einem Gebäude. Hier brachten die Gläubigen einen Teil ihrer Räucherstäbchen zum Glühen und führten ihr Gebetsritual durch. Anschließend gingen sie in das Gebäude.

Wir fühlten uns etwas unbehaglich. Einerseits hatten wir das Interesse und andererseits Respekt vor dem Gebet.

Nach kurzem Zögern betraten auch wir das Gebäude, das die Halle der Himmelskönige ist. Leider darf in den Gebäuden nicht fotografiert werden. Hier sahen wir einige Statuen. Dem Reiseführer nach handelte es sich hierbei um vier Weltenwächter, die böse Geister vom Tempel fern halten sollen, sowie der Buddha der Zukunft und ein General der die buddhistische Lehre schützen soll.

Der Ausgang beziehungsweise der Übergang in den nächsten Hof lag etwas versteckt und wir waren schon kurz irritiert wohin all die Menschen die vorher reingegangen sind, verschwunden sind. Dann folgten wir einem älterem Ehepaar, das uns gefühlt in den nächsten Hof führen sollte. Es ist sicherlich schon aufgefallen, wir blieben unserem Motto treu: „Informiert wird erst im Nachhinein“. So genossen wir nichtsahnend die Hallen zu betreten und zu staunen.

Gebetstrommel

Nun standen wir im nächsten Hof beim Palast der Harmonie und des Friedens. Anschließend ging es in die Halle des Ewigen Schutzes.

In der Halle des Buddhistischen Rades stand eine 5,5 m hohe Kupferstatue. Wir waren sehr beeindruckt von der Größe und der Gestaltung. Um die Statue herum waren Sitzplätze angeordnet. Ob die Mönche sich hier zum Lesen der Schriften versammeln?

Alle Hallen sind mit bunten Malereien verziert. Stoffbahnen in knalligen Farben bringen die Räume zum Leuchten. Geschickt angebrachte Seitenfenster erhellen den Raum und setzen die Stauten ins Rampenlicht. Nichts ist nüchtern. Alles strahlt Lebensfreude aus.


Neben den großen Hallen gibt es auch kleinere Hallen. Unter anderem war eine Halle für die Gebete für die Gesundheit.

Beeindruckt hat uns insbesondere die Maitreya-Statue im Pavillon des Zehntausendfachen Glücks die aus einem einzigen Sandelholz-Baumstamm geschnitzt wurde. Diese ist sogar im Guinesbuch der Rekorde gelistet. Sie ist 18 Meter hoch und 8 Meter breit. Dabei ist ein Sockel aus weiteren 8 Metern in die Erde eingelassen.

Es war schön einen Blick in diese Welt zu erhaschen. Das Gebetsritual zu beobachten. Dem Gebetsgesang eines Mönchs zu lauschen.

ju

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